Alle Jahre wieder…

… die gleichen Fragen: was kann ich meinen Lieben schenken?

Und jedes Jahr fallen die Antworten in etwa gleich aus.
Bei den einen weiß ich schon seit Monaten, was ich schenken werde und konnte mich versichern, dass sie sich mein geplantes Geschenk nicht in letzter Sekunde selbst gekauft haben! Bei den anderen … große Ratlosigkeit! Ein sich alljährlich wiederholendes Dilemma: Ich bin völlig planlos, was ich schenken soll; und habe ich mich für etwas entschieden, regt sich im Hinterkopf ständig das Gefühl, dass ich damit vielleicht total daneben gegriffen habe!

Eine etwas leichtere Fragestellung ergibt sich bei meiner Tante, der ich seit einigen Jahren in der Adventszeit ein kleines Päckchen mit selbstgemachten Dingen sende.
Natürlich gehört dazu eine Auswahl meiner diesjährigen Weihnachtsplätzchen-Kollektion, eine selbstgemachte Marmelade, und …. ja…. und was noch?
Da tat sich also eine Frage auf. Ich wollte etwas besonderes, an dass sie sich noch gerne zurück erinnert. Hm…
Im Geiste ging ich meine Rezepte durch und versuchte mich zu erinnern, was ich schon laaange nicht mehr gemacht hatte…
Schließlich fand ich DAS Rezept.

Es war schon einige Jahre her, dass ich es zum letzte Mal gemacht hatte, umso mehr freute ich mich darauf, es wieder einmal zu probieren.
Und weil es wirklich toll geworden ist, möchte ich es Euch nicht vorenthalten und Euch zum Nachbacken einladen; egal ob für die adventliche Kaffee-Tafel, oder einfach zwischendurch – dieses Rezept ist einfach großartig!!

Apfelbrot mit Amaretto-Guss

Zutaten für eine 1-Liter-Kastenform:
500 g Äpfel, säuerlich (Gewicht nach dem Schälen und entkernen)
3 EL Zitronensaft
120 g brauner Rohrzucker
125 g Rum-Rosinen (fertig oder selbstgemacht)
80 g Marzipan-Rohmasse, grob geraspelt
100 g Haselnusskerne
2 TL Lebkuchengewürz
0,5 Päckchen Weinstein-Backpulver
1,5 TL Back-Kakao
240 g Dinkelmehl
1 Prise Salz

3 EL Amaretto
Puderzucker

Zubereitung:
Als erstes gebt die Marzipan-Rohmasse in den Gefrierschrank – mindestens 90 – 120 Minuten, damit sie fest wird und sich gut verarbeiten lässt.

Nun schält die Äpfel, viertelt und entkernt sie. Reibt 500 g auf einer Gurkenreibe quer in dünne Scheiben. Dann gebt zunächst den Zitronensaft und anschließend den Rohrzucker darüber. Rührt alles gründlich durch, deckt die Schüssel mit einem Teller ab und lasst die Äpfel etwa 1 Stunde ziehen; zwischendurch einmal durchrühren.

Falls ihr keine fertigen Rum-Rosinen bekommen könnt – die sind ja in der Zeit des vorweihnachtlichen Backwahns schon mal vergriffen – so könnt ihr sie ganz einfach selbst machen:
Und so einfach geht es: gebt ca. 100 ml 40%igen Rum in einen kleinen Topf und dazu 125 g Sultaninen/Rosinen. Lasst den Rum kurz aufkochen und regelt die Temeratur dann so weit herunter, dass es nur noch vor sich hin simmert. Rührt ab und zu um, damit alle Rosinen mal im Rum-Bad schwimmen können. Die Rosinen werden die Flüssigkeit aufnehmen; der Alkohol verkocht zum Großteil. Ist die Flüssigkeit aufgesogen, stellt den Topf beiseite und lasst die „Rum-Rosinen“ abkühlen.

In einer zweiten Schüssel gebt ihr das Mehl, Salz, die Gewürze, das Weinsteinpulver und den Kakao zusammen. Mischt alles einmal gut durch.

Inzwischen könnt ihr den Ofen auf 190° (Umluft 170°) vorheizen.

Sind die Äpfel durchgezogen, rührt ihr sie noch einmal gründlich durch und siebt nach und nach die Mehl-Gewürz-Mischung über die Äpfel. Rührt die Apfel-Mehl-Masse immer wieder durch, damit sich die Zutaten schön vermischen. Zwischendurch holt ihr die Marzipanmasse aus dem Froster und raspelt 80 g dravon über die Teigmasse. Gebt dann die Haselnüsse, die Rum-Rosinen und den Rest der Mehl-Mischung dazu und mengt alles mit dem (Holz)-Kochlöffel gründlich durch.

Nun könnt ihr eine kleine Kastenform (ca. 1 Liter) mit Backpapier auslegen, oder ihr besorgt Euch alternativ – für zwei kleinere Brote – z. B. im „dm“ kleine Papp-Formen (im 3er-Set von „profissimo“). Hier könnt ihr Euch schöne Dekore der Förmchen aussuchen, die sich dann besonders hübsch zum verschenken eignen.

Schließlich gebt ihr die Apfel-Masse in eine Kastenform, oder in die Papp-Förmchen und könnt die Brote backen.

Variante 1 – das „große“ Apfelbrot:
Schiebt das Brot auf der zweite Schiene von unten in die Röhre und backt es ca. 80 Minuten. Nach etwa 50 Minuten deckt ihr das Brot ab, damit es nicht weiter bräunt, sondern nur fertig backt.

Variante 2 – die „kleinen“ Apfelbrote:
Ebenfalls auf der 2. Schiene von unten werden diese Brote gebacken, allerdings nach 30 – 35 Minuten mit Alufolie abgedeckt/eingepackt und im Ganzen 60 – 65 Minuten im Ofen gebacken.

Sind die Brote/Ist das Brot fertig, lasst ihr sie/es auf einem Rost auskühlen.

Für den Amaretto-Guss, gebt 3 EL Amaretto in ein Schälchen und rührt so lange Puderzucker ein, bis sich eine recht zähflüssige Masse ergibt. Diese füllt in einen Gefrierbeutel, schneidet eine der unteren Ecken (sehr knapp) ab und drückt die Masse in gefälligem Muster nach Herzenslust über das abgekühlte Brot.img_5281

Genießt es selbst, oder verschenkt es – es ist in jedem Fall eine super-saftige Sache – die besonders in der Advents- und Weihnachtszeit hervorragend schmeckt!
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