Es war einmal ein Topf…

… voller Kartoffeln!

Eigentlich sollte es die Salzkartoffeln als Beilage zum Fisch geben. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt – zumindest hin und wieder!
So auch hier. Irgendwie kam es dann doch nicht dazu. Die Kartoffeln jedoch, waren schon geschält und warteten im Wasserbad darauf, verarbeitet zu werden.

Dabei fiel mir – wie so oft bei „übriggebliebenen“ Kartoffeln, ein Gericht meiner Großmutter ein, dass ich als Kind (und auch viel später noch) geliebt habe: Quarkkeulchen.

Bedauerlicherweise hat sie das Rezept – wie so viele andere auch – leider niemals niedergeschrieben. Sie war eine Künstlerin darin, alles aus dem Kopf oder „frei-Schnauze“ zu backen und zu kochen. Aber ich denke, viele Frauen ihrer Generation waren ähnlich gut darin.

Die Quarkkeulchen. Wie oft habe ich versucht, sie selbst zu machen; aus dem, was ich noch zu erinnern glaubte und meiner eigenen „Küchen-Erfahrung“. Nie jedoch, waren die Keulchen auch nur annähernd so gut, wie die meiner Großmutter.

Ich beschloss, ein letztes Mal mein Glück damit zu versuchen.

Und was soll ich sagen: Die Geschmacks-Treffergenauigkeit dieser Keulchen liegt bei geschätzten 96 Prozent!

Hier nun das Rezept…

Quarkkeulchen à la Helga

Zutaten für ca. 6 Personen:

  • 1 kg gekochte Salzkartoffeln (z. B. vom Vortag)
  • 500 g Quark (20 % Fett)
  • 250 g Dinkelmehl
  • 250 g Rosinen
  • 2 Eier
  • 4 EL brauner Rohrzucker
  • 1 Prise Muskat
  • 3 TL Vanille-Essenz
  • 1 Prise Salz

Zum Bestreuen: Zucker oder Zucker mit Zimt – ganz nach Belieben
Zum Ausbacken: Sonnenblumen-Öl

Zubereitung:

Die erkalteten Kartoffeln mit dem Kartoffelstampfer gründlich durchkneten; Quark, Mehl und Eier zufügen und mit den Knethaken der Küchenmaschine zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten.

Frisch geriebene Muskatnuss, Salz und Vanille-Essenz zufügen und weiter kneten.
Zuletzt die Rosinen unterheben, bis sie gleichmäßig im Teig verteilt sind.

Den Teig nun rund 30 Minuten stehen lassen, damit die Zutaten gut aneinander binden und sich später gut verarbeiten lassen.

Öl in der Pfanne auf mittlere Hitze bringen.

Mit bemehlten Händen etwa einen guten Esslöffel Teig zu einer Kugel „drehen“ und flachdrücken. Damit erreichen die Quarkkeulchen etwa den Durchmesser eines Standard-Kaffeebechers.
Das „Küchlein“ – wie alle weiteren – im heißen Fett von beiden Seiten ausbacken, bis beide Seiten schön braun sind.

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Nun noch – wie es Euch beliebt – mit Zucker oder Zucker/Zimt-Mischung bestreuen.

Die Quarkkeulchen sind warm wie kalt ein echter Leckerbissen.

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